Über das Allgemeinwohl

Veröffentlicht am 12.06.2014 in Bezirk

Wir müssen uns in Deutschland mal darüber unterhalten, ob Kinder eine "schädliche Umwelteinwirkung" sind

Der Duden versteht unter dem Begriff des Allgemeinwohls das Wohlergehen aller. Überhaupt gibt es die dollsten Definititionen von dem, was das denn eigentlich sein soll: das Allgemeinwohl.

Für die SPD-Abteilung 01 Niederschönhausen-Blankenfelde steht jedenfalls durch die Bank und ausnahmslos fest: Das Wohl der Allgemeinheit ist wichtig und geht in bestimmten Fällen dem Glück Einzelner vor.

Das ist die ständige und vorherrschende Auffassung der Mitglieder der SPD-Abteilung 01 Niederschönhausen-Blankenfelde. Wir möchten deshalb für diese Überzeugung, auch übergeordnete Interessen und nicht nur Einzelinteressen im Blick zu behalten, eine Lanze brechen.

Aktuell streiten wir in Berlin z.B. um die Errichtung von Kindergärten. Wir müssen in der Zeitung lesen, dass in Zehlendorf eine fünf Meter hohe Mauer um eine Kita errichtet werden muss, damit Anwohner nicht dagegen klagen können.

Ja, wo leben wir denn?

Wir leben in einer wachsenden Stadt, und das ist auch gut so!

Niemand streitet zwar ab, dass Kinderlärm einem durchaus auch gelegentlich zur Last fallen kann. Alles, was wirtschaftlich vertretbar und praktisch möglich ist, soll gerne getan werden, um schädlichen Lärm zu reduzieren. Aber die Einzäunung unserer Kinder hinter einer meterhohen Mauer ist abzulehnen. Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand. Das wollen wir nicht.

Das kann nicht das Modell für andere Berliner Bezirke sein. Und erst recht nicht für Pankow, den Wachstumsbezirk von Berlin.

Wer Kinder großzieht, muss sich nicht rechtfertigen und ist auch kein Krimineller und gehört auch keiner gesellschaftlichen Randgruppe an. Im Gegenteil, wir sind allen Eltern zum Dank verpflichtet, freuen uns und danken ihnen auch.

Wie formulierte es so schön ein Berliner Verwaltungsrichter? "Geräusche spielender Kinder sind Ausdruck der kindlichen Entwicklung und Entfaltung und daher grundsätzlich zumutbar." Der Mann ist ein Richter. Er hat Recht.

Sollten die jetzigen Gesetze diesen Grundsätzen nicht entsprechen, werden diese Gesetze zu ändern sein. Dafür setzen wir uns ein!

Unsere Kinder sind unsere Zukunft.

Wir werden unsere Zukunft verteidigen.

Weitere Infos: