Sakura - ein Geschenk der Völkerverständigung

Veröffentlicht am 28.05.2013 in Äußeres

Der Umweltausschuss des Pankower Bezirksparlaments hat sich mit einstimmiger Mehrheit dafür ausgesprochen, sämtliche Bäume, die im Bezirk Pankow im Zuge der "Sakura-Kampagne" gepflanzt wurden, unter Schutz zu stellen. Alle Kirschen sollen auf die Naturdenkmal-Liste. Alle!

Alle Menschen in Pankow kennen die Sakura-Bäume und freuen sich jedes Jahr über die Kirschblüte. Nur wenigen Menschen ist bekannt, welch emotionale, berührende und bewegende Geschichte sich hinter diesen Pflanzungen verbirgt.

Die Sakura-Bäume sind ein Geschenk des japanischen Volkes an Deutschland.

Die Menschen in Japan haben sich derart über die Deutsche Einheit am 3. Oktober 1990 gefreut, dass sie eine Spendenaktion starteten, im Zuge derer in Berlin und in Brandenburg tausende Kirschbäume gepflanzt wurden.

Eine uneigennützige Spende. Gänsehaut! Ein anderes Volk denkt in unserer schönsten Stunde an uns und macht uns ein solch großartiges Geschenk.

Auf der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung um Umwelt heißt es:

"Das weitere Schicksal dieser Pflanzenspende japanischer Menschen liegt nun in den Händen der Empfänger in Berlin und Brandenburg, die aufgefordert sind, diesen wie allen anderen Bäumen in der Stadt die erforderliche Fürsorge angedeihen zu lassen. Die mit dem Alter der Bäume zunehmende Blütenpracht wird dann ein Ausdruck der Freundschaft zwischen Japan und Deutschland sein und beide Länder einander näher bringen."

Der Umweltauschuss hat sich das Anliegen vollinhaltlich zu Eigen gemacht. Der Pankower Linksfraktion sei für ihren Antrag außerordentlich gedankt.

Das Bezirksparlament wird dem Antrag nächste Woche Mittwoch hoffentlich ebenfalls - im besten Fall mit einstimmiger Mehrheit - zustimmen. Mögen die Kirschbäume unserer Freunde aus Japan für immer blühen!

Im Nachhinein fragt man sich, warum der Antrag überhaupt erst in einen Ausschuss überwiesen werden musste? Man hätte ihm auch gleich in erster Lesung im Bezirksparlament ohne Überweisung mit Ja zustimmen können!

Es bleibt zu wünschen, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt dem Anliegen aus dem Bezirk Pankow folgt und sämtliche Sakura-Bäume auf die Naturdenkmal-Liste setzt und damit schützt.

Was tut eigentlich Deutschland, um den Japanerinnen und Japanern zu signalisieren, wie sehr es mit ihnen mitfühlt, was für eine schreckliche Tragödie Japan mit der Fukushima-Katastrophe ab dem 11. März 2011 erlitten hat...?

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